Weltweiter Klimastreik von Fridays For Future auch in Österreich

Wien. In der heutigen Pressekonferenz von Fridays For Future Austria stellten Vertreter*innen von FFF Austria, AK Wien und der Österreichischen Liga für Menschenrechte die Themen des Weltweiten Klimastreiks vor. Im Sinne der Klimagerechtigkeit geht es um die Finanzierung des Kriegs gegen die Ukraine durch fossile Energieträger, soziale Gerechtigkeit und das ausstehende Klimaschutzgesetz.

Der Angriffskrieg gegen die Ukraine hat einmal mehr gezeigt, wie dringend der Ausstieg aus Erdöl und -Gas ist. Auch deshalb finden am Freitag auf der ganzen Welt Klimademos unter dem Motto “People Not Profit” statt. “Fossile Energien fordern Menschenleben. Sie zu importieren finanziert Kriege von Autokraten wie Putin und sie zu verwenden befeuert die Klimakrise mit ihren fatalen Folgen. Es braucht jetzt echte Solidarität mit den Menschen in der Ukraine. Fridays For Future Austria fordert den sofortigen Stopp russischer Öl- und Gas-Importe und den Ausstieg aus fossilen Energien.” erläutert Daniel Shams, Klimaaktivist bei FFF Austria. Sebastian Öhner von der Österreichischen Liga für Menschenrechte ergänzt: „Durch die aktuellen Ereignisse in der Ukraine werden zentrale Prinzipien unseres Zusammenlebens in ihren Grundfesten erschüttert. Die Auswirkungen der entstandenen Schäden müssen über die Zeit hinweg vor allem Kinder und Jugendliche von heute sowie die Generation danach tragen. Also diejenigen, die nichts für diese Situation können und auch kaum Möglichkeiten haben, etwas an ihr zu ändern. Es ist die Pflicht von Entscheidungsträger*innen, die Chance auf ein bestmögliches Leben der zukünftigen Generationen zu schützen.“

Österreich muss auch seinen Beitrag leisten, um das Pariser Klimaabkommen einzuhalten und jungen Menschen somit eine Chance zu geben. Leider lässt das Klimaschutzgesetz weiterhin auf sich warten. “Die Bundesregierung hat immer noch keine wirksamen Klimaziele”, zeigt Daniel Shams auf und fügt hinzu: “Es braucht jetzt ein wirksames Klimaschutzgesetz, das die heutige und zukünftige Regierungen zum Handeln verpflichtet! Die Krisen überschlagen sich. Dieses Gesetz ist zentral für konsequenten Klimaschutz in Österreich.” 

Unter dem Motto “People Not Profit” spricht sich Sylvia Leodolter, AK Wien, für einen sozial gerechten Strukturwandel aus: “Der Schritt zu einem klimaneutralen Österreich und Europa wird uns nur gemeinsam gelingen. Nur auf der Grundlage verbindlicher Vereinbarungen, klarer Strategien und zielgerichteter Maßnahmen, die von der Bevölkerung breit mitgetragen werden, kann ein sozial gerechter Strukturwandel gemeinsam bewältigt werden.” Gerade das neu präsentierte Entlastungspaket der Regierung zeigt, dass Klimapolitik in Österreich momentan nicht sozial gerecht und Paris-konform gestaltet wird. Leodolter sagt klar: “Wenn der Fokus der aktuell nötigen Entlastungsmaßnahmen klar auf die Vermeidung von Energiearmut bzw auf die unteren Einkommensschichten gelegt wird, dann sind diese Maßnahmen auch stärker im Einklang mit den Klimazielen.” 

Am Freitag werden österreichweit erneut Zehntausende Menschen auf den Straßen erwartet. Klimaschutz benötigt die Hilfe aller Menschen. Daher freuen wir uns besonders, wenn Sie, werte Medienvertreter*innen, uns am Freitag ebenfalls begleiten. 


Alle Streiks am Freitag in Österreich im Überblick: 
Wien: 13:30 Stubentor
Villach: 14:00 Rathausplatz
St. Pölten: 12:30 Bahnhof St. Pölten
Salzburg: 15:00 Salzburg Hbf
Linz: 12:05 Donaulände/Lentos
Kufstein: 16:00 Unterer Stadtplatz
Innsbruck: 13:00 Marktplatz
Graz: 12:00 Tummelplatz
Bregenz: 10:30 Ehemaliges VLV Gebäude


Fotos der Pressekonferenz:

https://fffutu.re/PK_Fotos 

Kontakt

Klara Butz