Fridays For Future begrüßt geplantes Ölembargo und sieht generelle Reduktion des Öl- und Gasverbrauchs als logische Konsequenz

Die Fridays For Future Bewegung Österreich unterstützt den Beschluss der Regierung, ein EU-weites Ölembargo mitzutragen. Damit würde eine der konkreten Forderungen der Klimaschutz-Bewegung umgesetzt und ein wichtiger Schritt aus der fossilen Abhängigkeit Russlands gemacht. Fridays For Future verlangt sowohl die Unabhängigkeit von russischem Öl- und Gas, als auch eine möglichst rasche Reduktion des gesamten Verbrauchs, um nicht weiter in Putins Kriegskasse zu zahlen und Klimaschutz auch in Österreich endlich weiter voranzubringen. 

Klimaaktivist Michael Spiekermann erklärt: “Österreich darf nicht den Fehler begehen, lediglich auf verstärkte Ölimporte aus anderen Ländern zu setzen. Wir sollten das Embargo als Anlass nehmen, den Ölverbrauch ab nun rasch zu senken, weil das für die Eindämmung der Klimakrise ohnehin unverzichtbar ist.” Als wichtige Maßnahmen hierfür nennt Fridays For Future einen rascheren Ausstieg aus Ölheizungen und im Verkehr ein strengeres Tempolimit, eine stärkere Nutzung der Schiene für den Gütertransport und Anreize für einen höheren Besetzungsgrad in PKW. 

“Wir wissen schon lange, dass Friedenspolitik und Klimaschutz Hand in Hand gehen. Um in diesen beiden Bereichen entschlossener zu handeln, ist das angekündigte EU-weite Ölembargo ein wichtiger erster Schritt. Sobald das Embargo beschlossen ist, braucht es kurzfristige und langfristige Maßnahmen, um den Verbrauch fossiler Energien rasch zu senken und Österreichs Unabhängigkeit zu ermöglichen”, betont Klimaaktivistin Marlene Seidel. Fridays For Future unterstreicht die Wichtigkeit eines wirksamen Erneuerbaren-Wärme-Gesetzes für den raschen Ausstieg aus Öl und Gas für das Heizen von Gebäuden und das immer noch fehlende Klimaschutzgesetz mit dem Klimaneutralitätsziel in Verfassungsrang als gesetzliche Basis für Klimaschutz und die Unabhängigkeit von Energieimporten von Autokraten. 

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Marlene Seidel