Masken for future

24.04.20 10:00 – 18:00

Diese Veranstaltung liegt in der Vergangenheit.

Gemeinsamschaffen wir jede Krise! Auch die Klimakrise!

Am kommenden Freitag sollte eigentlich die 5. weltweite Klimademo auch in Lienz stattfinden. Wegen der Corona Krise mussten wir die Demo leider absagen. Die Demo wird trotzdem weltweit online statt finden. Wir werden auf unseren Internetforen- facebook und instagram aktiv sein und unsere Forderungen für eine Klima Zukunft kundtun!

Darüberhinaus wollen wir als FFF Osttirol eine kleine Aktion in Lienz veranstalten. Wir möchten selbst genähte Masken kostenfrei anbieten. Dazu wird am Iselkai am Freitag den 24.4 von 10- 18 Uhr eine Wäscheleine mit den Masken zwischen Bäumen aufgehängt.

Wir möchten damit ein kleines Zeichen gegen die Wegwerf- Masken und für wiederverwendbare Stoffmasken setzen.

Wir verpflichten uns dabei die Quarantäne Vorschriften einzuhalten. Wir sind nur für Auf- und Abbau vor Ort.Alle passierenden Menschen rufen wir hiermit auf, den Mindestabstand und alle weiteren Vorschriften einzuhalten. Pressetext:

"Gemeinsamschaffen wir jede Krise!”

Ersterweltweiter Klimaprotestonline

DasCorona-Virus hält die Welt im doppelten Sinne gefangen und lokalewie internationale Medien beschäftigt. Um andere Themen ist es stillgeworden. Selbst jenen, die im letzten Jahr gerade durch ihren lautenProtest die Aufmerksamkeit auf sich zogen. Ganz von der Bildflächeverschwunden sind sie aber dennoch nicht. Die Fridays forFuture-Bewegung organisiert zum Beispiel am 24.4. ihren erstenweltweit ausgerichteten online Klimaprotest.DieRegionalgruppe FFFOsttirol wird außerdem eine kleine Aktion in Lienz veranstalten. AmIselkai wird am Freitag von 10 bis 18 Uhr eine Wäscheleine fürselbst genähte Masken samt Information über den richtigen Umgangmit einer Stoffmaske aufgehängt, die man kostenfrei nehmen kann.Damit wird ein kleines Zeichen gegen die Wegwerf-Masken gesetzt.

Wirhaben Hannah Troidl, eine 20-jährige Geografie-Studentin, die fürFFF Innsbruck auch in der bundesweiten Arbeitsgemeinschaften "Covid19 aktiv ist, zur derzeitigen Situation und den Plänen von FFFbefragt.

Normalerweisewürde die FFF-Bewegung jetzt sehr viel zu tun haben, um dienächste weltweit angelegte Großdemonstration am24.4. vorzubereiten. Was macht die FFF-Bewegung nun imCorona-Lockdown?

Alsdie Ausgangssperre verhängt wurde, war es bei uns erst einmal sehrruhig. Organisationstreffen und die wöchentlichen Streiks wurdennatürlich alle abgesagt. Wir haben die akute Angst der Bevölkerungrespektiert und wollten auch nicht das Klimathema in den Vordergrundstellen. Nach ungefähr zwei Wochen haben wir aber gemerkt, dass esfür FFF unglaublich wichtig ist, jetzt Stellung zu der Vergabe derKonjunkturpakete zu beziehen und an Ideen zu arbeiten, wie wir unserThema trotz Lockdown in den Medien präsent halten können. Es habensich unterschiedliche nationale AGs gebildet, die beispielsweiseeinen Kommunikations-Katalog ausgearbeitet haben, was FFF in Bezugauf die Corona-Krise kommunizieren kann. Die AG Politischer Dialoghat morgen ein Gespräch mit ReferentInnen, die für dasKonjunkturpaket zuständig sind und bringt hierbei Forderungen undFragen von FFF ein. Außerdem wurde der Globale Klimastreik ins Netzverlegt und viele Leute arbeiten gerade daran, noch möglichst vieleMenschen dafür zu mobilisieren und das Programm für denzweistündigen Livestream auf die Beine zu stellen. Ansonsten wird inTirol an Presseaussendungen verschiedener Umweltgruppen gearbeitet,die als Thema auch die Vergabe der Konjunkturgelder innerhalb desLandes Tirol haben.

Durchdas Corona-Virus haben sich persönliche, politische, wirtschaftlicheund mediale Schwerpunkte völlig verlagert und Vieles, wasvorher wichtig und präsent war, rückte dadurch in denHintergrund. Warum sollte der Klimaschutz jetzt dennoch nichtvergessen werden?

DieArt, wie diese Gelder jetzt investiert werden, hat einen enormenEinfluss darauf, ob es uns noch möglich sein wird, die 2015 in Parisvereinbarten Klimaziele einzuhalten. Die Entscheidungen müssen dasRegierungsziel der Klimaneutralität bis 2040 als Richtlinie haben.Es darf kein zurück zu "business as usual" geben, denn vorCorona steckten wir in der Klimakrise und deren Bekämpfung darfnicht aufgeschoben werden, da jedes Jahr und jeder einzelne Monathierbei von Bedeutung ist. Laut der Zentralanstalt fürMeteorologie und Geodynamik (ZAMG) wurdenauch in diesem April in Tirol neue Rekordtemperaturen gemessen, zehnTage waren bereits „zu warm für diese Jahreszeit“. Diemenschengemachte Klimaerwärmung macht wegen der Covid19 Pandemiekeinen Halt. Wir haben die einmalige Möglichkeit, zwei Krisenmit einem Budget anzupacken und dadurch den transformativen Wandelhin zu einer klimagerechten, resilienten und autonomen Gesellschaftherbeizuführen.

DiePostings zu Artikeln über die Corona-Situation zeigen, wie vehementund emotional aufgeladen auf jeglichen Versuch, die Krise in einemgrößeren Blickfeld zu betrachten, reagiert wird. Spürtdie FFF-Bewegung diese Ablehnung?

Esgibt schon vereinzelt Stimmen in der Politik und der Bevölkerung,die behaupten, das Klimathema sei gerade zweitrangig, es gehe innächster Zeit alleine um den wirtschaftlichen Wiederaufbau. Weltweitwerden auch Forderungen nach gelockerten Umweltauflagen fürschnelleres Wachstum laut. Größtenteils spüren wir gerade abereine große Bereitschaft, beide Krisen jetzt anzupacken. DasKlimathema hat wieder Platz in großen Medien gefunden und ich habedas Gefühl, dass die meisten Menschen bereit sind, die Chance, beideKrisen mit einem Budget anzupacken, zu nutzen.

Wasgilt es also jetzt - trotz oder gerade wegen der Corona-Krise -im Sinne des Klimaschutzes zu bedenken?

DieKlimakrise schläft nicht, sie lässt sich nicht aufschieben. Wirsehen gerade, dass Regierungen durchaus in der Lage sind,wirksame und rechtzeitige Entscheidungen zu treffen, die, obwohl sieso sehr in das tägliche Leben der Menschen eingreifen, größtenteilsals positiv bewertet werden. Es gilt, die Synergien zum Klimaschutzzu nutzen, endlich mutig zu sein und Entscheidungen zu treffen, dieuns noch in langer Zukunft ein gutes Leben auf diesem Planetenermöglichen.

Ichhöre jetzt gerade auch oft Stimmen, die sagen, Corona sei doch gutfürs Klima. Deutschland erreicht überraschenderweise seine Zielefür 2020. Das ist aber einfach eine logische Folge deswirtschaftlichen Abschwungs und hat mit effektivem Klimaschutz nichtszu tun. Die Emissionen werden nach der Krise wieder steigen, esbesteht sogar die Gefahr eines "Rebound-Effektes". Dasbedeutet, dass durch schnelle Ankurbelung der Wirtschaft derCO2-Ausstoß sogar über sein ursprüngliches Level hinaussteigt.Klimaschutz bedeutet geplante, gerechte Maßnahmen und die gilt esjetzt zu ergreifen.

Wiekönnen Interessierte euch also am 24. April unterstützen?

Eswürde uns freuen, wenn möglichst viele Menschen am 24. April beiunserem Online-Protestmitmachen. Die Hashtags für Freitag sind: #NetzstreikFürsKlima.,#FightEveryCrisis.Es wäre aber auch großartig, an diesem Tag ein buntes Banner oderStreikschild beim Gartenzaun, an Fenstern oder Balkonen aufzuhängen,um ein öffentliches Zeichen zu setzen. Und es wird online eintolles Programm mit vielen Rede- und Musikbeiträgen geben, bei demman dabei sein kann.

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Unsere Demo-Regeln

  • Während unseren Aktionen verhalten wir uns friedlich und verursachen keinen Müll.
  • Wir bitten alle Aktionsteilnehmer*innen, unsere Aktionen nicht als Plattform für ihre eigenen Werbezwecke zu nutzen.
  • Wir weisen alle an unseren Aktionen teilnehmenden Menschen auf unsere Regeln hin und achten auf deren Einhaltung.

Bei unseren Veranstaltungen werden Fotos und Videos gemacht.